Das alte Schulhaus

Die im nachfolgenden aufgezeigte Chronik stützt sich im wesentlichen auf die im Gemeindearchiv enthaltenen Schriftstücke. Aufgrund dieser Unterlagen war es möglich, vom Jahre 1831-1909 eine geradezu lückenlose Darstellung der Entwicklung der hiesigen Volksschule, ihrer Schülerzahlen und die Reihenfolge der an der Schule wirkenden Lehrer aufzuzeichnen. Was in die Zeit nach 1909 fällt, konnte aus den noch vorhandenen Hauptschülerlisten, die bis in die 70er Jahre des vorliegenden Jahrhunderts zurückreichen, ebenso lückenlos ergänzt werden.

Es kann nicht Aufgabe des Chronisten sein, alles was im Archiv enthalten ist, niederzuschreiben, obwohl recht interessante und oft amüsante Dinge darin enthalten sind. Dennoch ist es der Mühe wert, sich in Mußestunden darin zu vertiefen.

Die ältesten Belege führen zurück in das Jahr 1831. Es ist hier im wesentlichen die Rede von der Reparatur des Schulhauses, das an der Stelle des heutigen Schulhauses stand und 1883, als es nicht mehr als solches diente, dem Schulhausneubau weichen mußte.

Aus zahlreichen Schreiben des Großherzoglichen Hessischen Kreisrathes des Kreises Bingen (Hackenheim gehörte damals zu Bingen) an die Bürgermeisterei Hackenheim in den folgenden Jahrzehnten geht hervor, dass die Schulhausfrage sowie die Lehrerwohnungen immer wieder die Köpfe des kath. Ortsschulvorstandes und des Gemeinderates beschäftigte.

So heißt es in einem Schreiben des Großherzoglich Hessischen Kreisrathes des Kreises Bingen an die Großherzogliche Bürgermeisterei Hackenheim unter dem Datum vom 6. Juni 1838: "Ortsschulvorstand von Hackenheim hat nachträglich anhier berichtet, dass es nötig sei, einen 2ten Abtritt in dem Schulhause zu Hackenheim zu erbauen. Der Großherzog. Kreisbaumeister hierüber gehört, hat nichts dagegen zu erinnern."

Schon um das Jahr 1847 hatte die Gemeinde zwei Lehrer. Das geht aus einem Schreiben des Großherzoglichen Kreisrathes des Kreises Bingen hervor. Die Gemeinde hatte den Kreisrath um die Entscheidung ersucht, welcher von den beiden Lehrern Scharvogel (der übrigens oft genannt wurde) und Groß (Schulvicar) den oberen bzw. den unteren Stock der Wohnung einnehmen sollte. Der Schulvicar der damaligen Zeit ist gleichzusetzen mit dem späteren Schulverwalter.

Über die Gesamtschülerzahl oder Klassenstärke der damaligen Zeit sind keine Unterlagen vorhanden.

Abgesehen von für die Chronik nebensächlichen und belanglosen Aktenstücken, die die Reparatur von Schulhaus und Lehrerwohnung betreffen, tritt bis zum Beginn des 8. Jahrzehnts eine Lücke ein.